Die Safety Culture Ladder als Methode
Die Einführung der Safety Culture Ladder lässt sich in die folgenden Schritte gliedern:
1- Selbsteinschätzung zur Bestimmung des aktuellen Reifegrades der Sicherheitskultur.
Dies ist der erste Schritt wenn Sie mit der Safety Culture Ladder beginnen wollen. Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Selbsteinschätzung durchzuführen.
Da wäre zum Einen das Webtool der NEN. Eine Möglichkeit bei der Sie und Ihre Mitarbeitenden einen Fragebogen ausfüllen (je nach Variante ergibt sich eine unterschiedliche Anzahl an Fragen). Am Ende erhalten Sie ein quantitatives Ergebnis in Form einer Excel-/PDF-Übersicht zum Download. Aufgrund technischer und sprachlicher Herausforderungen ist es für viele Organisationen nicht sehr einfach nutzbar. Hier geht es zum Webtool der NEN.
Zum Anderen gibt es die Möglichkeit mittels externer Unterstützung eine Selbsteinschätzung durchzuführen. Hier führt eine Unternehmensberatung Interviews oder kleinere Workshops mit Ihnen und Ihren Mitarbeitenden durch. Als Ergebnis erhalten Sie neben einer quantitativen Auswertung auch eine qualitatives Feedback in Form von Aussagen der Menschen mit denen gesprochen worden ist. Mithilfe dieses Feedbacks können im Anschluss hervorragend zielgerichtete Maßnahmen aufgestellt werden. Diese Variante hat sich bei vielen Organisationen als die hilfreichere herausgestellt.
2- Lückenanalyse zwischen dem vorherrschenden Reifegrad und dem angestrebten Reifegrad der Sicherheitskultur.
Dies ist der zweite Schritt im Rahmen der Einführung der Safety Culture Ladder. Hier wird auf Basis der Ergebnisse aus dem ersten Schritt eine quantitative Gegenüberstellung der IST-Situation (Selbsteinschätzung des Unternehmens) und der SOLL-Situation (in Anlehnung an die Anforderungen z.B. der Stufe 3 der Safety Culture Ladder) aufgestellt. Neben der quantitativen Möglichkeit gibt es durch die Nutzung der zuvor erzielten qualitativen Feedbacks die Möglichkeit, zielgerichtete Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Sicherheitskultur aufzustellen. So können die aufgezeigten Potenziale und Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wirksam genutzt werden.
3- Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung der Sicherheitskultur im Hinblick auf die angestrebte Stufe.
Im dritten Schritt werden Maßnahmen in einem Plan zeitlich geordnet und inhaltlich detailliert dargestellt. Das mit der Einführung der Safety Culture Ladder betraute Projektteam nutzt diesen Aktionsplan zur Verfolgung des aktuellen Stands der Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. Dieser Aktionsplan wird in der Regel bei der Erstzertifizierung durch eine Zertifizierungsstelle eingesehen. Auch dient dieser Aktionsplan in den Folgejahren als Basis um den aktuellen Stand der Entwicklung der Sicherheitskultur in der Organisation zu beurteilen (abhängig je nach Variante der Einführung).
4- Zertifizierung der Organisation durch eine externe Zertifizierungsgesellschaft.
Im letzten Schritt der Einführung der Safety Culture Ladder erfolgt die Zertifizierung in einem Kulturaudit. Das Audit wird mit dem Fokus auf den Menschen durchgeführt. Das heißt, Gespräche, Begehungen und Projektbesuche gehören zur gängigen Praxis dieser Art von Zertifizierungsaudits. Die Prüfung von Dokumenten oder Prozessdarstellungen entfällt bei der Safety Culture Ladder komplett. Hier geht es zu den Zertifizierungsstellen in der Schweiz bzw. zu den Stellen die in der Schweiz Audits durchführen. Wenn Sie Erfahrungen zu den einzelnen Zertifizierungsstellen wünschen, sprechen Sie uns jederzeit gerne an. Wir können Ihnen aufgrund einer Vielzahl von begleiteten Zertifizierungsaudits eine gute Einschätzung zu einzelnen Zertifizierungsstellen geben.
5- Fortlaufende Kulturentwicklung durch weitere Umsetzung der mittel- und langfristigen Maßnahmen aus dem Aktionsplan.
Der Kern der wirklichen Kulturentwicklung. Dieses “immer am Ball bleiben” entscheidet letztlich über den Erfolg oder Misserfolg der Sicherheitskultur. Denn nur wenn die Organisation permanenten, ziel- und praxisgerichteten Content zu den Themen Arbeitssicherheit- und Gesundheitsschutz liefert, kann die Sicherheitskultur mit verschiedenen Aktionen und Interventionen weiterentwickelt werden.
Sollten Sie Rückfragen zur Methode oder Vorgehensweise haben, melden Sie sich jederzeit gerne bei uns. Wir geben Ihnen kostenlos und unverbindlich Rückmeldungen zu Ihren Fragen. Auch unterstützen wir Sie gerne, sollten Sie zu Beginn mit der Selbsteinschätzung Probleme (sprachlich/technisch) haben oder nicht wissen wie Sie beginnen sollen.